SBWL Insurance

Diplom-/Masterumstellung

Zum HWS 2009/10 wurde an der Fakultät BWL der neue Master-Studiengang "Mannheim Master in Management“ (M.Sc.) eingeführt. Infolge dessen wird das bisherige Lehrangebot im Hauptstudium des Diplom-Studiengangs BWL schrittweise umgestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Diplom-Studierenden ihr Studium ordnungsgemäß absolvieren können. Dennoch raten wir allen Diplom-Studierenden, frühzeitig mit der Planung des Hauptstudiums zu beginnen.

Durch folgende Regelungen wird sichergestellt, dass die SBWL Insurance auch weiterhin ohne Einschränkungen absolviert werden kann:

-          Äquivalenzliste [.pdf]

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Seminar- und Diplomarbeiten anzufertigen. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Webseiten des Lehrstuhls. Bei weiteren Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter des Lehrstuhls.

Inhalte

Leitgedanke des Lehrprogramms der speziellen Betriebswirtschaftslehre "Insurance" ist  das Management von (primär: versicherbaren) Risiken, sei es von Wirtschaftsunternehmen, Privatpersonen oder (als besonderer Schwerpunkt) der traditionellen Risikoträger, den Versicherungsunternehmen. Daneben werden alternative Instrumente des Risikotransfers (Katastrophenderivate, Katastrophenanleihen) und ausgewählte institutionelle Aspekte der Versicherungsunternehmung (Rechnungswesen, Controlling, Kapitalanlage) behandelt. Als Ergänzung dienen Inhalte aus den Gebieten Banking, Finance oder Corporate Finance.

Die SBWL Insurance besteht aus dem Gesamtangebot von 8 SWS der Veranstaltungen Insurance I - III und einem 6 SWS umfassenden Kernblock der Gebiete Banking, Finance oder Corporate Finance.

Aufbau (ab SS 2006)

Die SBWL Insurance besteht jeweils aus einem Hauptblock Insurance (8 SWS) sowie einem Nebenblock (6 SWS) der Fächer Banking oder Financial Markets oder Corporate Finance.

Bis zum HSS 2010 setzte sich der Hauptblock aus den Veranstaltungen Insurance I (4 SWS), Insurance II (2 SWS) und Insurance III (2 SWS) zusammen.

Ab dem FSS 2011 besteht der Hauptblock aus Insurance I (4 SWS) und Insurance II (4 SWS). Alternativ hierzu können auch Insurance I (4 SWS) und Insurance III (2 SWS) absolviert werden sowie  eine Klausur im Umfang von 45 Minuten über den im FSS 2010 behandelten Stoff von Insurance II.

Es ergeben sich damit die folgenden Varianten:

Variante 1:Hauptblock Insurance 
+ Nebenblock Banking I + II
8 SWS
6 SWS
Variante 2:Hauptblock Insurance 
+ Nebenblock Financial Markets I + II
(äquivalent Investments I+II)
8 SWS
6 SWS

Variante 3:Hauptblock Insurance 
+ Nebenblock Corporate Finance I + II
8 SWS
6 SWS

Ein Wechsel des Nebenblocks ist nur möglich, so lange noch keine Veranstaltung dieses Nebenblocks erfolgreich absolviert (bestandene Prüfung) wurde. Fehlversuche werden bei einem Wechsel angerechnet.

Die Vorlesungen bauen nicht aufeinander auf, ein Beginn ist daher sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester möglich. Der Besuch von Übung und Seminar ist für Studenten erforderlich, die eine Diplomarbeit im Fach Versicherungsmanagement anfertigen wollen. Die aktuellen Diplomarbeitsthemen, Voraussetzungen und weitere Hinweise finden Sie hier.

Empfohlene Fächerkombinationen

Eine bestimmte Fächerkombination kann nicht generell empfohlen werden. Auch wenn die Studierenden erfahrungsgemäß die Fächer Banken, Finanzierung und Wirtschaftsprüfung mit der Versicherungsbetriebslehre bevorzugt kombinieren, ist grundsätzlich auch jede andere Spezielle Betriebswirtschaftslehre, die an unserer Universität gelehrt wird zur Kombination geeignet. Neigung und Interesse sollten hier den Ausschlag geben. Für den Wahlpflichtfachbereich können die Fächer Statistik, Steuerrecht und Zivil- und Handelsrecht zweckmäßig kombiniert werden.


Berufliche Möglichkeiten

Die Bedeutung der Versicherungsbetriebslehre ergibt sich zunächst aus dem Umstand, daß in vielen Versicherungsunternehmen noch ein erhebliches betriebswirtschaftliches Optimierungspotential in den Funktionsbereichen der Steuerung, Führung und Kontrolle besteht. Andererseits ist den sich deutlicher als bisher artikulierenden Wünschen der Versicherungsnehmer durch eine stärkere Kundenorientierung und bedarfsgerechtere Produktgestaltung Rechnung zu tragen. Aus diesen Gründen besteht eine erhebliche Nachfrage nach qualifizierten Wirtschaftswissenschaftlern mit dem Ausbildungsschwerpunkt Versicherungsbetriebslehre, der derzeit nicht oder nur sehr schwer gedeckt werden kann. Denn es sind nicht nur Versicherungsunternehmen, die das Spezialwissen der Absolventen der Versicherungsbetriebslehre nachfragen, auch Beratungsgesellschaften und Wirtschaftsprüfungsunternehmen stehen hier in Konkurrenz. Daneben werden auch durch Banken und Risk-Management-Abteilungen von Industrieunternehmen Absolventen mit dem Schwerpunktfach Versicherungsbetriebslehre gesucht.

Einführende Literatur zum Fach Versicherungsmanagement 

  • Albrecht, Peter: Zur Risikotransformationstheorie der Versicherung, Karlsruhe 1992 
  • Farny, Dieter: Versicherungsbetriebslehre, 2. Aufl., Karlsruhe 1995


Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls

Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls liegen im Bereich der Risikotheorie und des Risikomanagements einerseits sowie der Kapitalmarkttheorie und dem Investmentmanagement andererseits. Aktuelle Forschungsprojekte widmen sich dem Bereich der Alterssicherung im Spannungsfeld von Versicherungs- und Investmentprodukten, der Value at Risk-Steuerung für Versicherungsunternehmen, dem Alternativen Risikotransfer, dem holistischen Risikomanagement, dem Immobilien-Investment sowie der Bewertung von Versicherungs- und Investmententscheidungen auf der Basis alternativer Rationalitätskonzepte.